Mitgliederversammlung 2019

27.11.2019

Die Mitgliederversammlung des Flüchtlingsrats Düsseldorf e. V. solidarisiert sich nach dem Vortrag Philip Orrs, Jugend rettet e. V., mit den Seenotrettern. Und es wurde im PSZ für die nächsten zwei Jahre neu gewählt.

Geschäftsführender Vorstand sind Anke Nübold, Corrie Voigtmann, Jürgen Claessens und Markus Rottmann, beisitzender Vorstand Henry Jensen und Marie Radtke. Zum Beirat gewählt wurden Hannah Konietzny, Hildegard Düsing-Krems, Karen Heitkamp, Mitra Zarif-Kayvan und Paul Uwe Golkenbusch. Kassenprüferinnen bleiben Monika König und Hanna Weigel.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und bedanken uns herzlich bei unseren Mitgliedern und den ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstands wie des Beirats!

Notstand der Menschlichkeit – Bundesweite Demonstrationen am 06.07.

03.07.2019

Carola Rackete ist frei. Die Situation auf dem Mittelmeer ist damit aber kein Stück besser geworden. Wir demonstrieren daher am Samstag den 06.07. um 16 Uhr in Düsseldorf und beteiligen uns so an den bundesweiten Aktionen!

Aktuell ertrinkt jede sechste Person während des Fluchtversuchs über das Mittelmeer. Gleichzeitig werden Seenotretter*innen für das Retten von Menschenleben bestraft: italienische Behörden verhafteten Kapitänin Carola Rackete noch in der Nacht des Anlegens und beschlagnahmten die “Sea Watch 3”. Statt alles daran zu setzen, Menschenleben zu retten, erleben wir von Seiten der europäischen Nationalstaaten einen Tiefpunkt von Solidarität und Menschlichkeit: Menschen werden in libysche Folterlager zurückgewiesen, die Rettung von Menschen wird aktiv blockiert und zivile Seenotrettungsschiffe, wie zuletzte die Sea Watch 3, werden über Wochen daran gehindert, mit geretteten Menschen an Bord in einen Sicheren Hafen zu fahren. Die meisten Rettungsschiffe sind zur Zeit beschlagnahmt worden.

DIE MENSCHLICHKEIT WIRD ANGEGRIFFEN, ES IST ZEIT ZU HANDELN. WIR RUFEN DEN NOTSTAND DER MENSCHLICHKEIT AUS! DIESER NOTSTAND WIRD SOLANGE ANDAUERN, BIS SICH EUROPÄISCHE STAATEN AUF EINEN SOLIDARISCHE UND HUMANEN VERTEILUNGSMECHANISMUS ALLER GERETTETEN VERSTÄNDIGT HABEN UND ALLE SEENOTRETTER*INNEN WIEDER FREI SIND.

Wie Carola werden wir nicht mehr warten. Solange die EU und die europäischen Regierungen untätig sind, werden wir, die Zivilgesellschaft, es sein, die sich schützend vor die Menschenrechte stellt und Widerstand leistet! Wir sind eine europaweite Gesellschaft der offenen Herzen, solidarischen Kommunen und Sicheren Häfen. Wenn die EU nicht in der Lage ist, die Verantwortung zu übernehmen, werden wir es tun. Schließt Euch uns an, werdet aktiv, organisiert Demos und kommt am 06.07. auf die Straßen: Für die Rechte von Geflüchteten, Seenotrettung ist kein Verbrechen und einen Freispruch für Carola Rackete!

Nähere Infos bei seebruecke.org

Protestkundgebung gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik am Mittwoch, den 19.6.2019

18.06.2019

Protestkundgebung gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik am Mittwoch, den 19.6.2019 um 12 Uhr gegenüber des NRW-Innenministeriums auf dem Kirchplatz in Düsseldorf-Bilk

STAY! Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative e.V., Flüchtlinge Willkommen in Düsseldorf e.V. und Flüchtlingsrat Düsseldorf e.V. rufen anlässlich des Weltflüchtlingstag am 20.6.2019 zu der Kundgebung auf. Denn die nordrhein-westfälische Landesregierung, das NRW-Innenministerium und das NRW-Ministerium für Flüchtlinge sind mitverantwortlich für einen weiteren Schritt der massiven Entrechtung geflüchteter Menschen in Deutschland.

Am Montag, den 11.Juni wurde im Bundestag das sogenannte „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ von Bundesinnenminister Seehofer gemeinsam von CDU/CSU und SPD verabschiedet, das auf Ausgrenzung und Entrechtung abzielt und nach Ansicht verschiedener Menschenrechtsorganisationen massiv gegen Grund- und Menschenrechte verstößt. Das Gesetz beinhaltet unverhältnismäßige Sanktionen, weitet die Haftgründe für Betroffene massiv aus und verhindert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dauerhaft. Menschen, die keinerlei Möglichkeit haben ihre Identität nachzuweisen, werden mit zwingenden Arbeitsverboten, Residenzpflicht und Integrationsverboten weitgehend entrechtet.

NRW-Flüchtlingsminister Stamp hatte bereits im April 2019 zusammen mit der Landesregierung beschlossen, das „Aufnahmesystem zur Steuerung von asylsuchenden Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen“ umzustellen. Dies soll durch einen dreiteiligen Stufenplan umgesetzt werden, der u.a. die Ausweitung der Unterbringung in Landeseinrichtungen bis zu Entscheidung des BAMFs, beschleunigte Verfahren, Ausweitung der Abschiebungen nach Dublin III sowie die Ausweitung der Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerber*innen generell vorsieht.

Am 12.6.2019 trafen sich zudem die Innenminister der Länder, um u.a. eine drastische Ausweitung der Abschiebungen geduldeter Menschen aus Afghanistan zu diskutieren. Bisher sind es einzelne Bundesländer (Bayern und Sachsen), die auch nicht straffällig gewordene afghanische Flüchtlinge abschieben. Die meisten anderen Bundesländer schieben offiziell „nur“ Straftäter oder sogenannte „Gefährder“ nach Afghanistan ab. Außerdem soll nun der Abschiebestopp nach Syrien und in den Sudan überprüft werden.

Wir fordern

  • den Bundespräsidenten Steinmeier auf, dem Gesetzespaket nicht zuzustimmen!
  • die Rücknahme dieses menschenrechtswidrigen Gesetzespaketes
  • einen konsequenten Abschiebestopp nach Afghanistan, Irak, Syrien und Sudan
  • eine Aussetzung der Dublin III-Abschiebungen nach Italien, Griechenland und Bulgarien
  • ein Ende der europäischen Abschottungspolitik und die Umsetzung der Pflicht zur Seenotrettung
  • eine Hinwendung zu einer humanitären Flüchtlingspolitik, die die Menschenwürde und die Menschenrechte der Flüchtlinge in den Mittelpunkt stellt

Nähere Infos

Mitgliederversammlung 2019

27.11.2019

Notstand der Menschlichkeit – Bundesweite Demonstrationen am 06.07.

03.07.2019

Protestkundgebung gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik am Mittwoch, den 19.6.2019

18.06.2019

Deine Stimme gegen Nationalismus

17.05.2019

Mitgliederversammlung 2018

04.12.2018

Bilder von "Rock gegen Rechts"

09.08.2018

Stoppt das Sterben im Mittelmeer

11.07.2018

Unser Stand am 1. Mai

19.05.2018

Veranstaltung "Was ist Flucht?"

20.03.2018

Protest gegen Sammelabschiebung nach Afghanistan am 23.01.2018

20.01.2018

Aufruf: Asylpaket II stoppen

23.04.2017

Keine Abschiebungen nach Afghanistan - Kundgebung am 26.11.

01.11.2016

Veranstaltung am 1. Mai auf dem Johannes-Rau-Platz

30.04.2016

Zu den Ereignissen in der Silvesternacht

11.01.2016

Stay for refugees - Flüchtlinge Willkommen

30.09.2015

Aufruf: In Düsseldorf ist kein Platz für Rassismus!

09.09.2015

zakk Straßenfest am 23.08.2015

18.08.2015

Aufruf zur Demonstration „Keine rassistische Hetze vor Flüchtlingsunterkünften in Düsseldorf!“

10.07.2015

Keine unangekündigten Abschiebungen mehr in Düsseldorf

07.07.2015

Vortrag am Mo., 01.06.2015, um 19:00 Uhr, mit Prof. Dr. Schiffer-Nasserie

29.05.2015

Erklärung des FlüchtlingsRAT Düsseldorf zu Situation in Flüchtlingsunterkünften

01.10.2014

Unsere Syrienveranstaltung im zakk

08.03.2014

Lampedusa ist hier

24.11.2013

20 Jahre Asylkompromiss

08.09.2013

Flüchtlingsratstreffen am 02.09.13 um 19:00 Uhr im Zakk

25.08.2013

Unser gut besuchter Infostand auf dem Zakk-Straßenfest

31.07.2013

RP-Online vom 08.07.13

12.07.2013

Podiumsdiskussion zur Abschiebehaft in NRW

08.07.2013

Infostand am 1. Mai im Hofgarten

02.05.2013

Neugründung des Flüchtlingsrats Düsseldorf e. V. am 22.04.13 im Zakk

23.04.2013