Erklärung des FlüchtlingsRAT Düsseldorf zu Situation in Flüchtlingsunterkünften

Menschen auf der Flucht suchen Unterkunft, Unterstützung, Verständnis, Menschlichkeit. Missachtung, Misshandlung, Demütigungen gegen Flüchtlinge, wie sie aus Flüchtlingseinrichtungen in NRW gerade bekannt geworden sind, dürfen nicht hingenommen werden und dürfen sich nicht wiederholen! Wir sind in der Pflicht, diesen Schutz suchenden Flüchtlingen eine würdevolle Bleibe zu schaffen, in der sie vor Missachtung, Misshandlung und Willkür geschützt sind! Die Notunterkünfte für Flüchtlinge müssen dies als erste gewährleisten. Land und Kommunen müssen Aufnahme- und Lebensbedingungen schaffen, die Flüchtlingen Sicherheit geben, ihnen einen geschützten Rückzugsraum aber auch gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Die Betreuung und Versorgung der zahlreichen Flüchtlinge bedarf einer einfühlsamen, respektvollen Haltung. Diese wird dann gewährleistet, wenn die damit beauftragten Menschen sorgfältig auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet und den Anforderungen gewachsen sind. Die Aufsicht über die Lebens- und Wohnumstände in den Flüchtlingseinrichtungen und den menschenwürdigen Umgang mit den Flüchtlingen obliegt dem Betreiber der Einrichtungen. In Düsseldorf muss die Kommune in Kooperation mit dem Land NRW und den Einrichtungen der Flüchtlingsbetreuung dafür Sorge tragen, dass sich Flüchtlinge hier sicher und wohl fühlen können.

Der FlüchtlingsRAT Düsseldorf fordert Aufklärung über Art und Umfang der von Stadt und Land gegebenen Aufträge an private (Sicherheits-)firmen, über die eingerichteten Schulungs- und Kontrollmassnahmen. Der FlüchtlingsRAT Düsseldorf fordert die politischen Gremien ebenso wie die kommunale Verwaltung dazu auf alle Massnahmen in Bezug auf Sicherheit und Unversehrtheit der hier lebenden Flüchtlinge zu prüfen und mit den Organisationen der Flüchtlingshilfe zu beraten und abzustimmen.